..belasten Menschen

Die Windindustrie schadet auch jedem einzelnen Menschen!

Lärmbelästigung:
Durch die Rotorbewegungen entsteht Lärm, der je nach Windrichtung viele Kilometer weit reicht und es beispielsweise im Sommer nahezu unmöglich macht, bei offenem Fenster zu schlafen.

Schattenwurf:
Unter Schattenwurf oder Schlagschatten einer WKA versteht man den Schatten, der durch die sich bewegenden Rotorblätter bei Sonnenschein entsteht.
Steht die Sonne hinter dem Rotor, laufen bei Betrieb der WKA bewegte Schatten über die Grundstücke. Sie verursachen dort je nach Umlaufgeschwindigkeit des Rotors einen verschieden schnellen Wechsel von Schatten und Licht. Diese Effekte sind auch in allen den WKA zugewandten Wohnräumen wahrnehmbar.
Der Schattenwurf von WKA ist für den Menschen unangenehm, da der Schatten des bewegten Rotors im Gegensatz zu unbewegten Gegenständen periodische Helligkeitsschwankungen hervorruft. Eine wissenschaftliche Untersuchung an der Universität Kiel hat ergeben, dass nur 60 Minuten täglicher periodischer Beschattung Stress auslösen und somit krank machen können. Der menschliche Organismus reagiert in den meisten Fällen mit Kopfschmerzen, Nervosität, Übelkeit und Schlafstörungen.

Hier ein Beispiel:

(c)Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU)

 1. Morgens nach dem Sonnenaufgang und abends vor Sonnenuntergang steht die Sonne flach über dem Horizont und wirft bei großen Windkraftanlagen (hier 200 m) einen langen Schatten bis ca.1.400 m Entfernung. Der Schatten wird mit zunehmendem Abstand von der Windkraftanlage schwächer.
2. Im Laufe des Vormittags steigt die Sonne immer höher und der Schatten wird immer kürzer. Im Laufe des Nachmittags sinkt die Sonne wieder ab und der Schatten wird wieder länger. Bei einem Höhenwinkel der Sonne von 14 ° hat der Schatten eine Länge von ca. 800 m. Dies ist der in der Regel vorhandene Abstand von den Windkraftanlagen zur nächsten Wohnbebauung.
3. Ihren Höchststand erreicht die Sonne etwa am 21. Juni mit ca. 65 °. Der Schatten ist jetzt lediglich maximal 95 m lang.

Infraschall:
Windkraftanlagen erzeugen durch die rotierenden Flügel sowie durch Getriebe und Generator Schallwellen über einen weiten Frequenzbereich – zum einen hörbaren Schall, zum anderen Infraschall.
Als Infraschall wird der Luftschall bezeichnet, der mit tiefen Frequenzen unterhalb von etwa 20 Hertz im Grenzbereich und zum großen Teil außerhalb des normalen Hörens des Menschen auftritt. Allerdings liegt er damit im Frequenzbereich des menschlichen Gehirns, welches zwischen 4Hz (im Tiefschlaf) und 30Hz (bei hoher Konzentration) arbeitet. Das heißt, dass der Infraschall nicht über Sinnesorgane wie Haut und Ohren wahrgenommen wird, sondern direkt ins Gehirn “wandert”.
Wegen seiner Wellenlänge hat Infraschall bei der Ausbreitung andere Eigenschaften als Hörschall. Tieffrequente Schallwellen werden von der Umgebung weniger gedämpft als hochfrequente, bei denen ein Teil von der Luft oder vom Boden absorbiert wird. Hindernisse wie Felsen, Bäume, Schutzwälle oder Gebäude schirmen die tieffrequenten Schallwellen nicht wirkungsvoll ab. Infraschall ist durch bauliche Maßnahmen wie Dämmschutz oder Lärmschutzfenster nicht aufzuhalten. Der einzige Schutz besteht durch möglichst großen Abstand zu menschlichen Siedlungen.

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Geräuschbelastung durch tieffrequenten Schall

 

Da der Betrieb von WKA von den Windverhältnissen abhängt, besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Wind und Lärm. Im Fall kontinuierlicher Winde bedeutet dies eine permanente Lärmemission, was insbesondere bei direkter Nachbarschaft belastend ist. Es gibt eine Vielzahl wissenschaftlicher Arbeiten, die sich mit der akustischen Störung/Belastung von WKA im von Menschen hörbaren Bereich befassen. Ergebnisse schwedischer Wissenschaftler zeigen, dass bis zu einer Entfernung von 2 Kilometern eine hohe Lärmdosis wahrgenommen wird, die der Mensch als störend empfindet. In Großbritannien wurde kürzlich auch aus diesem Grund eine Gesetzvorlage eingebracht, die für WKA mit einer Nabenhöhe von über 100 Metern einen Mindestabstand von 2.000 Metern zu Siedlungen vorschreibt.