..zerstören Flora & Fauna

Die geplante Fläche von Schwickartshausen in Richtung Glashütten entlang der Hohen Straße umfasst ein Gebiet von 197ha. Auf dieser Fläche soll massenhaft Wald gerodet und Lebensräume vieler Tierarten zerstört werden. Es handelt sich dabei um das Gebiet innerhalb der gelben Markierung. Davon sind mehr als 50% Wald.

Eine Fläche von 197ha entspricht der Größe von etwa 275 Fußballfeldern!

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(c) Peashooter / PIXELIO

Der Rotmilan
Die den Einheimischen wohlbekannten Plätze der Horste des Rotmilans wurden bei dem von NaturProfil erstellten Gutachten nicht berücksichtigt. Herr Schäfer von NaturProfil sagte bei der Vorstellung seines Gutachtens in der Bürgerversammlung am 03. April 2014, in der geplanten Fläche wären keine Nistplätze von Rotmilanen.
In und bei der geplanten Fläche sind aber bekanntermaßen Brutplätze des Rotmilans.

Ein Urteil welches bezüglich der (Un)zulässigkeit von WEA in der Nähe von Rotmilan-Brutplätzen zugunsten des Rotmilans entschieden hat, fällte die 4. Kammer des Verwaltungsgerichtes Kassel am 15. Juni 2012 (Az. 4 K 749/11.KS). Es wurde in diesem Urteil festgehalten, dass das Jagdrevier des Rotmilans als Ausschlusskriterium für WEA zu werten ist, u.a. da aufgrund neuer fachlicher Erkenntnisse die „Tabuzone von gegenwärtig 1.000 m auf 1.500 m bis 2.000 m zu erweitern“ sei.

 

Fledermaus-GrossesMausohr_Internet

Quelle: http://www.bruchsal.de/servlet/PB/menu/1346955_l1/index.html

Brut- und Flugplätze für Fledermäuse
Das große Mausohr, welches wohl dokumentiert das Dach der Schwickartshäuser Kirche als Sommerquartier nutzt, hat einen nächtlichen Aktionsradius von 15 km. Das Sommerquartier wird üblicherweise ab Mitte März genutzt. Nachweis-Versuche vor dieser Zeit sind sinnlos. Das Große Mausohr ist die größte Hessische Fledermaus und es steht leider auf der roten Liste stark gefährdeter Arten. Der Status als stark gefährdete Art stellt Störungen und Gefährdungen des Großen Mausohrs unter Strafe! Die besondere Bedeutung dieser Fledermauskolonie für Schwickartshausen wurde durch den großen Erfolg der bisher zweimal (2004 und 2009) abgehaltenen „Fledermaus-Nächte“ in Schwickartshausen eindrucksvoll demonstriert. Die Schwickartshäuser Fledermaus-Kolonie zählt zu den zehn größten in ganz Hessen und ist das mit Abstand größte im gesamten Wetteraukreis. [Details dazu von Adam Strecker, Ranstadt – Fledermausfachwart und Mitglied im Sprecherrat der Arbeitsgemeinschaft für Fledermausschutz Hessen (AGFH)!] In der noch stark landwirtschaftlich genutzten Gegend des östlichen Nidda sind Fledermäuse Nützlinge von hohem Wert.

• Auch für Kraniche ist die geplante Fläche von erheblicher Bedeutung, es handelt sich um ein Kranich-Zug-Gebiet.

• Im unserem Wald befindet sich ein alter, schützenswerter Baumbestand. Der RundwegKunst führt an mehreren Naturdenkmälern vorbei.

• Die Rotorblätter einer WEA zerstören nicht nur Lebensräume, sondern nachweisbar auch die Tiere selbst.
Bei einer Windgeschwindigkeit von 40km/h erreichen die Blattspitzen der Rotoren Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 300km/h.

Folgen einer Kollision von Rotorblatt und Vogel:

Quelle: T.Dürr / Quelle: Website von Wilfried Heck

 

 

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Quelle: http://www.az-online.de/lokales/altmarkkreis-salzwedel/kloetze/die-kehrseite-gruenen-energie-2930475.html