..schaden umliegenden Ortschaften

• Die geplante Fläche liegt in einem Naherholungsgebiet von über die Stadt Nidda hinausgehender Bedeutung.

o Die Hohe Straße, die längs durch die geplante Fläche in voller Länge hindurch führt, ist von hoher kulturhistorischer Bedeutung und wird entsprechend überregional als touristisches Ziel wahrgenommen.

o Die Hohe Straße ist Teil der 2004 angelegten, 172,0 km langen Bonifatius-Route, welche regelmäßig und in für den örtlichen Tourismus nennenswerten Umfang von Pilgern und Wanderern begangen wird. Gerade der Abschnitt vom Glauberg über das Kloster Konradsdorf über Eckartsborn-Oberdorf / Schafskirche (Lißberg) und Hirzenhain zum Hoherodskopf ist touristisch besonders interessant und wird entsprechend frequentiert.

o Rund-Weg-Kunst an der Bonifatiusroute ist ein Verein, der sich um ein Land-Art-Projekt rund um Schwickartshausen bemüht und dort auch schon erste Kunstwerke aufgestellt sowie eine Route ausgewiesen hat. Der Sinn dieses ganzen Bürgerengagements würde durch die Bebauung der geplanten Fläche mit WEA ad absurdum geführt. Siehe: (http://www.expeditionen-ins-leben.de/rund_weg_kunst.html)

o Wanderweg „Tausend-Jahre“, ein Projekt der Wirtschaftsförderung Wetterau GmbH; dieser Wanderweg würde direkt unter den Windrädern hindurch führen und dadurch sicherlich sehr viel von seiner Attraktivität einbüßen. Siehe: (http://www.wfg-wetterau.de/Tausend-Jahre-zwischen-Laisbach-und-Hillersbachtal.html)

o Der Rundwanderweg Schwickartshausen-Hillersbach-Stausee wird mittlerweile viel genutzt und würde mitten durch die WEA auf der geplanten Fläche führen und somit für Wanderer uninteressant werden.

o Das Naturdenkmal „Drei Lärchen“ liegt an der Hohen Straße und wird in seinem Bestand durch die geplante Fläche unmittelbar bedroht.

o Bürger, die 2002 Baugrund in Ober-Lais erwarben bzw. 2003 in Schwickartshausen gebaut haben, fragten vor dem Kauf auf der Gemeinde nach, ob in der Nachbarschaft WEA geplant seien. Dies wurde verneint. Diese Bürger sehen sich nun getäuscht.

o Die geplante Fläche ist über die Hälfte dicht und geschlossen bewaldet, zum Teil mit altem und schützenswertem Baumbestand, es handelt sich dabei um ein „besonderes Gebiet“. Die Bebauung der geplanten Fläche mit WEA wird zu einer erheblichen Rodung dieses großen zusammenhängenden Waldgebietes führen, die den Naherholungs-Charakter ganz erheblich beeinträchtigen wird! Auch ist die großflächige Rodung selbst abzulehnen. Die betroffene Waldfläche hat einen ganz besonderen Wert für die alteingesessenen Schwickartshäuser, Unter- und Ober-Laiser Bürger und würde durch die Verwirklichung der geplanten Fläche als Vorrangfläche für WEA komplett vernichtet.

o Das Vorhandensein eines befestigten Weges (eben der Hohen Straße) darf kein Argument für den Bau der WEA sein, der befestigte/teilasphaltierte Weg ist ein Argument für die touristische Erschließung als Rad- und Wanderweg.

 

• Die soziotherapeutische Einrichtung Haus Seeblick liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu der geplanten Fläche, die Therapie dort und damit der Bestand des ganzen Hauses wäre durch Windräder auf der geplanten Fläche bedroht

 

• Die Dorfentwicklung ist wesentlicher Bestandteil der Regionalentwicklung. In Schwickartshausen z.B. konnte der Trend zu verwaisten Ortsmitten aufgehalten und sogar umgekehrt werden (das nach der Kirche älteste Gebäude Schwickartshausens wird z.Z. rein privat finanziert aufwändig renoviert!).

Fauerbach, Ober-Lais und Schwickartshausen verfügen noch über funktionierende „Dörfliche Strukturen“ (siehe Fledermaus-Nacht, 1000-Jahr-Feier Schwickartshausen 2011, Kampf um den Erhalt der Grundschule in Ober-Lais, die regelmäßigen Müllsammel-Aktionen usw.), z.B. gelang es, verwaiste historische Bausubstanz im Ortskern von Schwickartshausen durch Zuzug eines Handwerksbetriebs wieder einer gewerblichen Nutzung zuzuführen. Fauerbach verfügt über ein sehr aktives kulturelles Leben, wie z.Z. die Theatergruppe Fauerbach e.V. beweist. Ober-Lais verfügt überein sehr aktives Vereinsleben, zu dem u. a. auch der Vogelschutz gehört.